Härte

Rostfreier Stahl findet heutzutage in allen industriellen Bereichen breite Anwendung. Seinen Ursprung hat Edelstahl in der Nachfrage nach Werkstoffen, die rostfrei, hitze- und säurebeständig sind. Moderne, hochlegierte Stahlsorten kommen diesen Anforderungen nach. Der begrenzende Faktor bei hochlegierten rostfreien Edelstahlsorten liegt meist in einer zu geringen Härte, verbunden mit einem Mangel an Verschleißschutz.In moderne industriellen Anlagen werden hohe Ansprüche an die Härte der eingesetzten Werkstoffe gestellt. Gehärtete Hochleistungswerkstoffe sind beständig gegen Verschleiß, sorgen für Betriebssicherheit und machen den Produktionsprozeß effizienter und langfristig kostengünstiger.Das gemeinsame Problem liegt darin, daß gängige Verfahren wie z.B. das Nitrieren zu einer Steigerung der Oberflächenhärte führen, gleichzeitig die Korrosionseigenschaften der rostfreien Edelstahle durch unerwünschte Ausscheidungen zerstören.Beschichtungen wie Hartchrom oder chemisch Nickel sind nicht lebensmittelecht und neigen bei punktueller Belastung leicht zum Abplatzen und führen zur Kontamination des Produkts.

Die Vorteile des BORINOX® Verfahrens

  • BORINOX® macht die Oberfläche von rostfreiem Stahl mindestens 5 mal härter.
  • Im Anschluß an die BORINOX® Behandlung beträgt, je nach Material, die Oberflächenhärte zwischen 1.000 und 1.700HV und ist damit um ein Vielfaches härter als z.B. eine gehärtete Messerklinge.
  • Das gasbasierende Niederdruckverfahren diffundiert Kohlenstoff oder eine in Kombination aus Kohlenstoff und Stickstoff in die Oberfläche des rostfreien Stahls.
  • Die Zwangslösung führt zur Ausbildung der hochfunktionalen, äußerst stabilen Diffusionszone mit besonders hoher Härte und günstigen tribologisch-korrosiven Eigenschaften.

Eigenschaften mit BORINOX® behandelter Werkstoffe

Die Härtung mit BORINOX® verbessert den Reibkoeffizient und eliminiert die Kaltschweißneigung rostfreier Stahlpartner. Da es sich bei der Behandlung um ein Spezialverfahren handelt welches bei sehr niedrigen Temperaturen stattfindet, gibt es keinen Verzug. Alle Teile können auf Endmaß gefertigt werden und anschließende Schleifprozesse können entfallen. Die Korrosionsbeständigkeit der behandelten Stahlsorten bleibt erhalten und kann gegebenfalls verbessert werden.

Härtbare Stahlsorten

Das BORINOX® Verfahren lässt sich bei vielen gängigen Stahlsorten zur Eigenschaftsverbesserung einsetzen. So sind austenitische Stähle wie der 1.4301, 1.4401, 1.4404, 1.4435, 1.4539 besonders gut für eine Behandlung geeignet. Aber auch Duplexstähle wie der 1.4462 oder martensitische Ausscheidungshärter wie der 17-4PH lassen sich ausgezeichnet mit BORINOX® vor Verschleiß schützen.

Einsatzgebiete für das BORINOX® Verfahren

Typische Einsatzgebiete finden sich in der Automobilindustrie, in der Pumpen- und Armaturentechnik, in der lebensmittelverarbeitenden Industrie, in der Fördertechnik, der Medizintechnik und vielem mehr.