Reibungskoeffizient

Der Begriff Reibungskoeffizient, auch Reibungszahl genannt, gehört in das Fachgebiet der Tribologie. Sie ist eine dimensionslose physikalische Größe, die das Verhältnis der Reibungskraft zur Anpresskraft zwischen zwei Körpern definiert.

Was ist der Reibungskoeffizient?

Der Reibung zwischen Körpern ist von mehreren Faktoren abhängig wie der Werkstoffpaarung, der Oberflächenbeschaffenheit, Temperatur, Normalkraft, der Gleitgeschwindigkeit und eventuell zugesetzter Schmierstoffe.In der Physik wird zwischen Haft- und Gleitreibung unterschieden. Bei der Gleitreibung bewegen sich die Reibungsflächen zweier Komponenten relativ zueinander. Dies ist bei der Haftreibung nicht der Fall und sorgt beispielsweise für die Bewegung eines Autoreifens auf der Straße.Je rauer die Beschaffenheit der Oberflächen, desto höher ist der Reibungskoeffizient und somit auch stärker der Verschleiß der Teile durch Abrasion. Der härtere Werkstoff trägt den weicheren Gegenpartner ab. Fehlende Schmierung zweier sich aufeinander bewegender Gleitreibungspartner führt zu erhöhtem Verschleiß.Bei geschmierter Reibung berühren sich die Werkstoffoberflächen dagegen nicht direkt und werden geschützt.Gemessen wird der Reibungskoeffizient bei Stählen häufig an polierten Oberflächen, um einen mechanischen Formschluss ausschließen zu können. Die Berechnung erfolgt meist aus ermittelten Versuchsmeßwerten unter realen Bedingungen.

Verringerung des Reibungskoeffizienten

Ein möglichst niedriger Reibungskoeffizient ist zur Vorbeugung von Verschleiß vorteilhaft, da dieser mit einer höheren Abrasionsbeständigkeit des Werkstoffs einhergeht.Um den Reibungskoeffizient von Edelstahl zu verringern und gleichzeitig die Verschleißbeständigkeit zu erhöhen, kann man rostfreien Stahl mit BORINOX® härten. Gehärteter Edelstahl hat einen niedrigeren Reibungskoeffizienten als ungehärteter Stahl. Mit dem BORINOX® Verfahren von BorTec kann eine mindestens 5 mal härtere Oberfläche erzeugt werden. Die positive Eigenschaften des Edelstahls wie Korrosionsbeständigkeit, Zähigkeit und Optik werden nicht beeinträchtigt. Daher ist das BORINOX® Verfahren in besonderer Weise zur Veredlung von rostfreien Stahlsorten geeignet.